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# Das Internet der Zukunft: Zwischen Freiheit und Zensur
- URL: https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/das-internet-der-zukunft-zwischen-freiheit-und-zensur/
- Published: 2018-06-15T22:00:00.000Z
- Updated: 2022-04-24T23:08:11.000Z
- Author: Ghost
- Tags: #news

Am kommenden Mittwoch, den 20.06\. stimmt ein Ausschuss des EU Parlaments Ã¼ber den Entwurf zur neuen Urheberrechts-Richtlinie ab. Die Idee klingt nachvollziehbar:Verleger sollen mehr Geld bekommen, wenn sie ihre Artikel online zur VerfÃ¼gung stellen, und die Verbreitung von urheberrechtlich geschÃ¼tzten Inhalten soll durch technische MaÃŸnahmen erschwert werden. Leider schieÃŸt die EU hier mit Kanonen auf Spatzen, beziehungsweise mit Zensur auf die Freiheit der Kommunikation und der Informationsbeschaffung im Internet. Nach diesem Entwurf wÃ¼rden alle Verleger dazu verpflichtet werden, Nachrichtenportale zur Kasse zu bitten, sobald diese ihre Publikationen verlinken. Doch damit nicht genug: Artikel 13 der neuen Richtlinie verpflichtet die Betreiber von Social-Media Plattformen einen Uploadfilter zu installieren. Dieser automatisierte Algorithmus soll dann jeden Beitrag, egal ob Text, Video, Ton oder Bild, mit einer zentralen Datenbank von urheberrechtlich geschÃ¼tzter Materialien abgleichen und bei einer erkannten Ãœbereinstimmung den Upload blockieren. Die Online-Verbreitung von wissenschaftlichen Artikeln, satirischen BeitrÃ¤gen, Memes und sogar Katzenvideos kÃ¶nnte damit ein jÃ¤hes Ende finden. Dass solche Filter anfÃ¤llig fÃ¼r Fehler und Missbrauch sind, zeigt das Beispiel eines Facebook-Filters: Dort werden zum Beispiel RenaissancegemÃ¤lde blockiert, sobald der Filter eine nackte Brust erkannt hat. Dass das Bild keinen pornografischen Inhalt darstellt, kann durch den Filter nicht erkannt werden, denn der Algorithmus kann den Kontext nicht bewerten und ist dadurch sehr fehleranfÃ¤llig.

![](https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/content/images/2022/04/voxel.png)

Und da den Plattformen hohe BuÃŸgelder drohen, wÃ¼rde der Filter so konzipiert werden, dass im Zweifelsfall zu viel, statt zu wenig geblockt wird. Das wÃ¤re das Ende der freien Kommunikation im Internet, wie wir sie kennen.