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# Pico 4 Ultra einjÃ¤hriges Fazit
- URL: https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/pico-4-ultra-einjahriges-fazit/
- Published: 2025-03-31T18:43:00.000Z
- Updated: 2025-04-29T18:43:46.000Z
- Author: Ghost
- Tags: Technik

Nachdem die Pico 4 Ultra hardwaretechnisch gleichwertig zur einschlÃ¤gigen Konkurrenz ist, stellt sich wie so oft die Frage, welche Unterschiede softwareseitig in Kauf zu nehmen sind, wenn man ein Headset ohne Accountzwang bei Datenkraken sucht. Hierzu wird wohl oder Ã¼bel die Verbindung zu einem PC nÃ¶tig, um komplett unabhÃ¤ngig zu bleiben.

Sehr positiv war hier die erste Einrichtung. Pico Connect lÃ¤sst sich am PC und im Headset im Vergleich zu manch anderen Mitbewerber ohne Account oder Handyappzwang nutzen, wenn man auf Ãœberspringen drÃ¼ckt. Dies ist mit Abstand der grÃ¶ÃŸte Daten- und Verbraucherschutzbonus, da so eine komplett vom Internet oder Aktivierungsservern unabhÃ¤ngige Nutzung von PCVR mÃ¶glich ist. Dies ist bei der direkten Konkurrenz leider nicht der Fall und ob man 3D Daten von sich und seiner Umgebung GroÃŸkonzernen kostenlos zum Weiterverkauf anbietet, sollte jeder selbst entscheiden.

Auf den Picostore kann man grundsÃ¤tzlich verzichten, da leider auch in 2025 nur wenige Apps trotz Pico OpenXR SDK portiert wurden. Hier dominiert leider die Konkurrenz, welche aber bei manchen Titeln ebenfalls keine Alternative zum freien PCVR bietet. Als Beispiel sei hier H3VR genannt, welches exklusiv auf Steam erhÃ¤ltlich ist und die Messlatte fÃ¼r VR Spiele mit jedem Update hÃ¶herlegt.

 Hier glÃ¤nzt umso mehr die Nutzung von dem riesigen Steamstore Ã¼ber SteamVR. Anfangs war ich sehr skeptisch, ob die kabellose Verbindung nicht zu hohe Latenz mit sich bringt, aber selbst H3VR lÃ¤uft flÃ¼ssig und ohne spÃ¼rbaren Lag. Noch besser war die direkte USB-C-Verbindung, welche allerdings die Bewegungsfreiheit etwas einschrÃ¤nkt. Hier hat sich bei lÃ¤ngeren Spielesessions bewÃ¤hrt, den fast leeren Akku wieder am PC verkabelt aufzuladen und anschlieÃŸend wieder Ã¼ber das WLAN weiterzuspielen.

 Lediglich die Tasten an den Controllern mussten einmalig in SteamVR auf die richtigen Funktionen gebunden werden, damit die PCVR-Spiele mit den Controllern nutzbar sind. Auch hier glÃ¤nzt die SteamVR UnterstÃ¼tzung.

Der KopfbÃ¼gel ist im Vergleich zu den Ã¼blichen Klettstreifen sehr komfortabel und durch die Verlagerung des Akkupacks auf den Hinterkopf perfekt ausbalanciert, um nicht auf die Nase zu drÃ¼cken. BrillentrÃ¤ger sollten aber ein mÃ¶glichst kleines Brillengestell tragen, da im Headset nicht viel Platz fÃ¼r groÃŸe Brillen vorhanden ist.

![](https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/content/images/2025/04/picohandson.PNG)

Mit den ganzen Gimmicks fÃ¼r Augmented Reality kann man zwar Ã¤hnlich wie das vielfach so teure Headset eines anderen Mitbewerbers auch in der echten Welt rumlaufen, aber leider ist dies zumindest in Deutschland noch nicht ganz so sozialvertrÃ¤glich, ohne schiefe Blicke zu ernten. Im Reisebus oder Flugzeug hingegen war es ziemlich praktisch und auch dieser Artikel wurde mit dem Headset als produktiver 360Â° Monitor geschrieben. Hier zeigt der Qualcomm Snapdragon XR2 Gen 2 seine MultitaskingfÃ¤higkeit.

Der Akku lÃ¤sst nach so einer tÃ¤glichen Benutzung leider recht schnell nach, weshalb ich mir mit einer Powerbank Abhilfe schaffen muss. Ob Pico Ã¼berhaupt die Akkus austauscht bzw. wie hoch die Kosten hierfÃ¼r sind, konnte ich auf der Webseite nicht finden. Einige Teardown Videos vom VorgÃ¤ngermodell lassen aber erahnen, wie aufwendig der Austausch ist. Hier wÃ¤re ein Tauschakkusystem wie bei Akkuschraubern ziemlich cool und nachhaltiger gewesen.

Insgesamt macht das Pico 4 Ultra Headset mit den Freiheiten von PCVR richtig SpaÃŸ und kÃ¶nnte auch als AlltagsgerÃ¤t mit den ganzen AR Features taugen. Aber bis es sich im Mainstream durchsetzt, werden wohl noch einige Jahre vergehen.