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# Prusa Core One L
- URL: https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/prusa-core-one-l/
- Published: 2025-10-31T19:02:00.000Z
- Updated: 2025-11-09T19:03:05.000Z
- Author: Ghost
- Tags: Technik, #review

Nach dem Josef Prusa auf der Formnext im letzten Jahr den Prusa Core One vorstellte, wurde dieses Jahr bereits zum Prusa Day wÃ¤hrend der Keynote der grÃ¶ÃŸere Core One L vorgestellt.

Wie bereits der Name impliziert, handelt es sich um einen CoreXY 3D Drucker, welcher im Vergleich zum Vorjahresmodell das doppelte Druckvolumen bietet mit MaÃŸen von 30 cm x 30 cm x 33 cm.

Eine massive Heizplatte aus Aluminium soll hierbei fÃ¼r eine gleichmÃ¤ÃŸigere WÃ¤rmeverteilung sorgen. Die Unterseite der Heizplatte ist zudem mit LÃ¼ftern ausgestattet, um Ã¤hnlich wie bei einem Umluftbackofen die Kammer auf ca. 60 Grad Celsius vorzuheizen. Dies kommt vor allem schwierigeren Filamentarten wie ABS oder ASA zu Gute, um ein verziehen der Druckschichten zu mindern. Ansonsten kann der 22 kg schwere Koloss so ziemlich jedes Filament bis 290 Grad DÃ¼sentemperatur drucken und auch fÃ¼r die exotischsten Filamente gibt es im Prusa Slicer Presets fÃ¼r einen erfolgreichen Druck.

Leider gibt es fÃ¼r den Core One L aktuell keinen Bausatz, sondern nur den fertigen Drucken zu kaufen, welcher dafÃ¼r andererseits laut Prusa innerhalb von FÃ¼nf Minuten einsatzbereit sei.

FÃ¼r BehÃ¶rden, MilitÃ¤r und sonstigen Einrichtungen mit erhÃ¶htem Sicherheitsprofil gibt es den Prusa Core One L auf Nachfrage auch komplett offline ohne Wifimodule, was ohne Marketinggetrommel auch schon der MK3 und abwÃ¤rts nativ anbot.

![](https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/content/images/2025/11/PrusaCoreOneL-1.jpg)

Ã„sthetisch bleibt nicht mehr viel von der RepRap DNA Ã¼brig. Beim MK3 waren die meisten Bauteile inklusive der Displayhalterung noch 3D-gedruckt. Ab dem MK4 wurde dann auch die Displayumrahmung nicht mehr wie sonst ikonisch auf der texturierten Druckplatte gedruckt sowie der eigene Nextruder eingefÃ¼hrt.

Wer noch einen MK3 aus frÃ¼hen Zeiten besitzt, kÃ¶nnte zwar theoretisch bis zum Core One upgraden, aber ob dies wirtschaftlich sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Bereits das Upgrade vom MK3 zum MK4 kostet bereits fast so viel wie ein ganzer kompletter MK4 Bausatz. Und wenn man dann noch das MK4S Upgradekit zum Core One draufrechnet, ist man bereits preislich auf dem Neukaufniveau eines Core One. Lohnender wÃ¤re es also den MK3 einfach als funktionierendes Backup in die Ecke zu stellen anstatt ihn auszuschlachten, da sowieso die meisten Komponenten fÃ¼r das MK4 oder Core One Upgrade gar nicht benÃ¶tigt werden.

Dennoch sind Kunden von Prusa im Gegensatz zu anderen Herstellern frei mit ihren Druckern zu tun was sie wollen. Modding ist tatsÃ¤chlich streng erwÃ¼nscht und wird in Printableswettbewerben von Prusa aktiv gefÃ¶rdert.

Es gibt keinen Vendorlock, Appzwang oder eine Zwangscloud. Es kann sÃ¤mtliches Filament egal von welcher Fremdfirma verwendet werden, solange es den Druckparametern entspricht (maximal 290 Grad Celsius DÃ¼sentemperatur sowie bis zu 120 Grad Celsius auf der Heizplatte).

Leider spielte dieses QualitÃ¤tsmerkmal bei Kunden von anderen Herstellern wohl keine groÃŸe Rolle, weshalb beim Core One L vor allem das Preis/LeistungsverhÃ¤ltnis stimmen muss, um weiterhin gegen die Konkurrenz ein Produkt aus der EU anbieten zu kÃ¶nnen. Bei 1699 Euro ist es schon eine Investition die man sich zweimal Ã¼berlegen sollte. Nach dem DebÃ¼t des MK3 zog damals die Konkurrenz sowohl bei den Features als auch an der Preisschraube mit. Ob dies beim Core One L ebenfalls der Fall sein wird, werden wohl die nÃ¤chsten Monate zeigen. Hier gilt es abzuwarten.

FÃ¼r den Preis kann man Prusatypisch zwar das Beste vom Besten erwarten, aber genauso wie bei den Smartphones gibt es neben dem Platzhirsch immer preiswertere Alternativen mit weniger Features.