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# Raspberry Pi â€“ Umbau zum FunkgerÃ¤t mit rpitx
- URL: https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/raspberry-pi-umbau-zum-funkgerat-mit-rpitx/
- Published: 2022-03-17T23:00:00.000Z
- Updated: 2022-04-25T21:14:19.000Z
- Author: Ghost
- Tags: Technik

Wenn es eine Sache gibt, die TÃ¼ftler und Bastler immer wieder schaffen, dann ist es die Zweckentfremdung und damit einhergehende Erfindung neuer Produkte, welche an GenialitÃ¤t kaum zu Ã¼bertreffen sind.

Viele kennen wahrscheinlich noch die Walkie Talkies oder CB FunkgerÃ¤te aus der Jugend. Der Funkverkehr hat sich allerdings auch in den letzten Jahrzehnten sehr stark modernisiert, wodurch vor allem die Digitalmodi immer mehr Verbreitung finden und wesentlich mehr MÃ¶glichkeiten als der normale Sprechfunk bieten.

Statt sich klassisch Ã¼ber das Wetter oder Nachrichten zu unterhalten, gibt es mittlerweile auch schon die MÃ¶glichkeit, Emails, Telemetriedaten, eine Art sehr minimalistischen Chat Messenger oder auch Bilder und Videos zu Ã¼bertragen. Dies sind allerdings nur einige der unzÃ¤hligen AnwendungsmÃ¶glichkeiten im Digitalfunk. FÃ¼r das alles braucht man keinen leistungsfÃ¤higen Computer. Dies hat F5OEO schon mit dem kleinen Raspberry Pi geschafft. Wie genau die Signale im Inneren des RasPis erzeugt werden, kann im rpitx Forum nachgelesen werden unter *groups.io/g/rpitx*

Das grÃ¶ÃŸte Problem, vor dem man steht, wenn man tatsÃ¤chlich mal mit dem Funken anfangen mÃ¶chte, ist die Wahl des FunkgerÃ¤tes. Von teuer bis sehr teuer fÃ¼r namhafte Hersteller ist nach oben hin alles offen. Ob man also nur zum Reinschnuppern direkt dreistellige BetrÃ¤ge fÃ¼r ein reines FunkgerÃ¤t ohne weitere Funktionen zahlen mÃ¶chte, bleibt einem selbst Ã¼berlassen. Dahingegen ist der Raspberry Pi universell einsetzbar und â€“ sofern gerade kein Halbleitermangel herrscht â€“ sehr erschwinglich.

![](https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/content/images/2022/04/IMG_6323-scaled-e1647634747907-768x576.jpg)

Hat man also noch einen Raspberry Pi in der Bastelkiste ohne Verwendung rumliegen, kann man diesen sehr schnell einsatzfÃ¤hig machen. FÃ¼r die ersten Tests reicht tatsÃ¤chlich ein StÃ¼ck Draht, welcher mit dem GPIO4 Pin verbunden wird. Sofern man nicht lÃ¶ten mÃ¶chte, empfiehlt sich ein weibliches Jumperkabel.

Achtung! Ab jetzt muss aufgepasst werden, dass auch nicht aus Versehen etwas ausgesendet wird. In Deutschland kann man sich bei der Bundesnetzagentur die Frequenzzuteilungen ansehen. Unerlaubte Aussendungen sind strafbar und es gibt nur kleine freie Frequenzbereiche, die mit Auflagen genutzt werden dÃ¼rfen, wie beispielsweise die ISM-BÃ¤nder. Um auf Nummer sicher zu gehen empfehle ich, einen Funkamateur in der NÃ¤he aufzusuchen. Funkamateur kann jeder werden, der das nÃ¶tige Fachwissen bei der Bundesnetzagentur Ã¤hnlich wie die TheorieprÃ¼fung beim FÃ¼hrerschein nachweisen kann. Dies privilegiert zur Nutzung der AmateurfunkbÃ¤nder mit weitreichenden Befugnissen. Viele Funkamateure besitzen zudem ein amtliches Ausbildungsrufzeichen. Unter der Aufsicht des Funkamateurs kann man hiermit erste weltweite Funkverbindungen aufbauen und sehr viel Erfahrung in der Hochfrequenztechnik sammeln. Zudem kÃ¶nnen Funkamateure auch bei Fragen zu den genauen Frequenzbereichen helfen.

Hat man also einen Funkamateur, der einem Ã¼ber die Schulter guckt, kann man sich auch schon die nÃ¶tige Software von F5OEO herunterladen. Sie ist auffindbar unter [https://github.com/F5OEO/rpitx](https://github.com/F5OEO/rpitx?ref=die-exekutive.endpoint.divolgo.de) und Open Source.

Mittels Dreizeiler lÃ¤sst sie sich auch im Handumdrehen installieren:

*git clone https://github.com/F5OEO/rpitx*

*cd rpitx*

*./install.sh*

Ein Funkamateur kann jetzt Ã¼berprÃ¼fen, ob auch alles funktioniert, indem er beispielsweise sein EmpfangsgerÃ¤t auf die Testfrequenz einstellt und am Raspberry Pi den Easytest mittels

*./easytest.sh*

ausfÃ¼hrt.

![](https://die-exekutive.endpoint.divolgo.de/content/images/2022/04/easymenu.png)

Ab jetzt kann man noch ziemlich viel verbessern und beispielsweise ein saubereres Sendesignal mit Bandpassfiltern oder Tiefpassfiltern erstellen. Die Konstruktion ist mit MessgerÃ¤ten fÃ¼r Hochfrequenztechnik sehr leicht. Die meisten Funkamateure sind in kleineren OrtsverbÃ¤nden mit Klubstationen vertreten. Dort sollte sich genug passendes Werkzeug und Expertise finden. Der DARC e.V. fÃ¼hrt auch eine Liste der OrtsverbÃ¤nde unter *darc.de*

Fertig ist das SendegerÃ¤t. Wenn man auch eine andere Station Empfangen mÃ¶chte, kann man beispielsweise einen RTL-SDR Stick an den USB Port anstecken und sich eine zweite Antenne fÃ¼r den Empfang basteln.